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Startseite > Bücher zur Teezeit > Teezeit 2022

 
  • November
    • Jennifer Teege: Amon

      Amon

      Autorin: Jennifer Teege
      Einband:Taschenbuch
      Erscheinungsdatum: 28.11.2014
      Verlag: Rowohlt
      Seitenzahl: 272
      Auflage: 8. Auflage

      Es ist ein Schock, der ihr ganzes Selbstverständnis erschüttert: Mit 38 Jahren erfährt Jennifer Teege durch einen Zufall, wer sie ist. In einer Bibliothek findet sie ein Buch über ihre Mutter und ihren Großvater Amon Göth. Millionen Menschen kennen Göths Geschichte. In Steven Spielbergs Film «Schindlers Liste» ist der brutale KZ-Kommandant der Saufkumpan und Gegenspieler des Judenretters Oskar Schindler. Göth war verantwortlich für den Tod Tausender Menschen und wurde 1946 gehängt. Seine Lebensgefährtin Ruth Irene, Jennifer Teeges geliebte Großmutter, begeht 1983 Selbstmord.

      Jennifer Teege ist die Tochter einer Deutschen und eines Nigerianers. Sie wurde bei Adoptiveltern groß und hat danach in Israel studiert. Jetzt ist sie mit einem Familiengeheimnis konfrontiert, das sie nicht mehr ruhen lässt. Wie kann sie ihren jüdischen Freunden noch unter die Augen treten? Und was soll sie ihren eigenen Kindern erzählen? Jennifer Teege beschäftigt sich intensiv mit der Vergangenheit. Sie trifft ihre Mutter wieder, die sie viele Jahre nicht gesehen hat.

      Gemeinsam mit der Journalistin Nikola Sellmair recherchiert sie ihre Familiengeschichte, sucht die Orte der Vergangenheit noch einmal auf, reist nach Israel und nach Polen. Schritt für Schritt wird aus dem Schock über die Abgründe der eigenen Familie die Geschichte einer Befreiung.

      Ausleihe in der Stadtbücherei

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    • Mick Herron: Slow Horses

      Slow Horses

       

      Autor: Mick Herron
      Einband: Taschenbuch
      Erscheinungsdatum: 28.08.2019
      Verlag: Diogenes
      Seitenzahl: 512
      Auflage: 4. Auflage
      Übersetzerin: Stefanie Schäfer

      River Cartwright ist ein ausgemusterter MI5-Agent, und er ist es leid, nur noch Müllsäcke zu durchsuchen und abgehörte Telefonate zu transkribieren. Er wittert seine Chance, als ein pakistanischer Jugendlicher entführt wird und live im Netz enthaupte werden soll. Doch ist das Opfer der, der er zu sein vorgibt? Und wer steckt hinter den Entführern? Die Uhr tickt, und jeder der Beteiligten hat seine eigene Agenda. Auch Rivers Chef. 

      Ausleihe in der Stadtbücherei

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    • Benjamin Myers: Offene See.

      Offene See

      Autor: Benjamin Myers
      Einband: Taschenbuch
      Verlag: DuMont 2020.
      Seitenzahl: 272
      Auflage: 8. Auflage
      Übersetzer: Klaus Timmermann, Ulrike Wasel

      Der junge Robert weiß schon früh, dass er wie alle Männer seiner Familie Bergarbeiter sein wird. Dabei ist ihm Enge ein Graus. Er liebt Natur und Bewegung, sehnt sich nach der Weite des Meeres. Daher beschließt er kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, sich zum Ort seiner Sehnsucht, der offenen See, aufzumachen. Fast am Ziel angekommen, lernt er eine ältere Frau kennen, die ihn auf eine Tasse Tee in ihr leicht heruntergekommenes Cottage einlädt. Eine Frau wie Dulcie hat er noch nie getroffen: unverheiratet, allein lebend, unkonventionell, mit sehr klaren und für ihn unerhörten Ansichten zu Ehe, Familie und Religion. Aus dem Nachmittag wird ein längerer Aufenthalt, und Robert lernt eine ihm vollkommen unbekannte Welt kennen. In den Gesprächen mit Dulcie wandelt sich sein von den Eltern geprägter Blick auf das Leben. Als Dank für ihre Großzügigkeit bietet er ihr seine Hilfe rund um das Cottage an. Doch als er eine wild wuchernde Hecke stutzen will, um den Blick auf das Meer freizulegen, verbietet sie das barsch. Ebenso ablehnend reagiert sie auf ein Manuskript mit Gedichten, das Robert findet. Gedichte, die Dulcie gewidmet sind, die sie aber auf keinen Fall lesen will.

       

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    • Friedrich Christian Delius: Die sieben Sprachen des Schweigens

      Die sieben Sprachen des Schweigens

      Autor: Friedrich Christian Delius

      Einband:
      Gebundene Ausgabe

      Erscheinungsdatum

      14.09.2021

      Verlag

      Rowohlt Berlin

      Seitenzahl

      192

      Auflage

      1. Auflage

      Ein Gang mit Imre Kertész durch Jena. Ein befreiendes Erlebnis in Jerusalem. Eine Rückkehr aus dem Jenseits eines dreiwöchigen Komas. Drei elementare autobiographische Erfahrungen verdichtet Friedrich Christian Delius zu einem großen Text über das Widerspiel von Schweigen und Sprechen, wobei er das Schweigen als Ausgangspunkt und Angelpunkt allen Sprechens und Meinens würdigt. Delius erzählt von der Vielfalt und den Vorzügen des Schweigens ebenso anschaulich wie von Gesprächen, Missverständnissen und Überraschungen zwischen Schillers Gartenhaus und dem «Schwarzen Bären» in Jena, dem Tempelberg und den Krawatten in Jerusalem und den wilden Halluzinationen durch das eigene Seelengestrüpp während eines langen Delirs auf der Intensivstation.

      Ein Alterswerk, ein Buch der Erinnerung, so tiefgründig wie heiter, und zugleich ein konzentriertes Selbstporträt. Selten hat F. C. Delius so viel preisgegeben, und selten werden so viele Fragen an das Leben, die ein jeder hat, so spielerisch elegant beantwortet – in Worten, die nicht gesprochen wurden, nun aber geschrieben stehen.

       

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    • Lea Ypi: Frei

      Frei

      Erwachsenwerden am Ende der Geschichte

       

      Autorin
      Lea Ypi

      Einband

      Gebundene Ausgabe

      Erscheinungsdatum

      07.03.2022

      Verlag

      Suhrkamp

      Seitenzahl

      332

       

      Auflage
      5. Auflage

      Übersetzer:

      Eva Bonne

       

      Albanien 1989: Der letzte stalinistische Außenposten in Europa, ein isoliertes Land, das man nur schwer besuchen und noch schwerer verlassen kann. Es herrschen Mangelwirtschaft, Geheimpolizei und das Proletariat. Der Kommunismus hat den Platz der Religion übernommen. Für die zehnjährige Lea Ypi ist dieses Land ihr Zuhause: Ein Ort der Geborgenheit, des Lernens, der Hoffnung und der Freiheit.

      Alles ändert sich, als in Berlin die Mauer fällt und in Tirana Enver Hoxhas Statue vom Sockel stürzt. Jetzt können die Menschen wählen, wen sie wollen, sich kleiden, wie sie wollen, anbeten, was sie wollen. Aber die neue Zeit zeigt bald ihr unfreundliches Gesicht: Skrupellose Geschäftemacher ruinieren die Wirtschaft, die Aussicht auf eine bessere Zukunft löst sich auf in Arbeitslosigkeit und Massenflucht. Als das Land im Chaos zu versinken droht und in ihrer Familie Geheimnisse ans Licht kommen, beginnt Lea sich zu fragen, was das eigentlich ist: Freiheit.

      In hinreißender Prosa erzählt Lea Ypi von ihrem Erwachsenwerden im poststalinistischen Albanien und einer schillernden Familie, deren Geschichte eng mit der des Landes verwoben ist. Frei ist ein fesselndes Memoir und eine scharfsinnige Reflexion über die Grenzen des Fortschritts und die Last der Vergangenheit, über glänzende Ideale und harte Realitäten. Vor allem aber über die Leben von Menschen, die vom Sturm der Geschichte erfasst werden.

       

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    • Sein Sohn

      Sein Sohn

      Autor
      Charles Lewinsky

      Einband
      Gebundene Ausgabe

      Erscheinungsdatum
      24.08.2022

      Verlag
      Diogenes

      Seitenzahl
      368

      Maße (L/B/H)
      18,4/12,3/2,6 cm

      Gewicht
      344 g

      Auflage
      1

      Louis Chabos wächst in einem Kinderheim in Mailand auf. Nachdem er in Napoleons Russlandfeldzug den Krieg kennengelernt hat, möchte er nur noch eins: endlich zu einem menschenwürdigen Leben finden und Teil einer Familie werden. In Graubünden erlangt er ein kleines Stück des erhofften Glücks. Doch das verspielt er, als die Sehnsucht nach dem unbekannten Vater ihn nach Paris ruft und er zwischen Prunk und Schmutz seine Bestimmung sucht.

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    • Elke Heidenreich: Ihr glücklichen Augen

      Ihr glücklichen Augen

      Kurze Geschichten zu weiten Reisen

      Autorin: Elke Heidenreich

      Einband
      Gebundene Ausgabe

      Erscheinungsdatum
      22.08.2022

      Verlag
      Carl Hanser Verlag

      Seitenzahl
      256

      Maße (L/B/H)
      21,4/14,4/2,7 cm

      Gewicht
      475 g

      Auflage
      2

      Elke Heidenreichs neues Buch, diese kurzen Geschichten zu weiten Reisen sind „seitenweise Reiseglück“.
      Elke Heidenreich ist in ihrem Leben sehr viel gereist: von Florenz nach China, von Berlin nach Amerika, und überall hat sie sich umgesehen. Nirgendwo jedoch ist sie ausgetretenen Pfaden gefolgt, nirgendwo hat sie nur das gefunden, was in den Reiseführern steht. Nein, sie hat sich ihre eigenen Wege gebahnt, hat Entdeckungen gemacht, die nur sie machen konnte, hat vor allem diejenigen Orte geliebt, die ihr etwas ganz Eigenes, Neues schenken konnten: eine besondere Straße, ein besonderes Essen, und einmal vermasselt ein Hund einfach eine Stadt wie Florenz. Und überall spürt sie die gleiche unstillbare Neugier auf die Menschen in den fremden Ländern und Städten. Eine wunderbare Entdeckungsreise!

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  • Oktober

    Friedrich Christian Delius: Die sieben Sprachen des Schweigens

     

    Offene See

    Autor: Benjamin Myers
    Einband: Taschenbuch
    Verlag: DuMont 2020.
    Seitenzahl: 272
    Auflage: 8. Auflage
    Übersetzer: Klaus Timmermann, Ulrike Wasel

    Der junge Robert weiß schon früh, dass er wie alle Männer seiner Familie Bergarbeiter sein wird. Dabei ist ihm Enge ein Graus. Er liebt Natur und Bewegung, sehnt sich nach der Weite des Meeres. Daher beschließt er kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, sich zum Ort seiner Sehnsucht, der offenen See, aufzumachen. Fast am Ziel angekommen, lernt er eine ältere Frau kennen, die ihn auf eine Tasse Tee in ihr leicht heruntergekommenes Cottage einlädt. Eine Frau wie Dulcie hat er noch nie getroffen: unverheiratet, allein lebend, unkonventionell, mit sehr klaren und für ihn unerhörten Ansichten zu Ehe, Familie und Religion. Aus dem Nachmittag wird ein längerer Aufenthalt, und Robert lernt eine ihm vollkommen unbekannte Welt kennen. In den Gesprächen mit Dulcie wandelt sich sein von den Eltern geprägter Blick auf das Leben. Als Dank für ihre Großzügigkeit bietet er ihr seine Hilfe rund um das Cottage an. Doch als er eine wild wuchernde Hecke stutzen will, um den Blick auf das Meer freizulegen, verbietet sie das barsch. Ebenso ablehnend reagiert sie auf ein Manuskript mit Gedichten, das Robert findet. Gedichte, die Dulcie gewidmet sind, die sie aber auf keinen Fall lesen will.

     

    Ausleihe in der Stadtbücherei

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    • Anna Yeliz Schentke: Kangal

      Kangal

      Autorin: Anna Yeliz Schentke

      Einband: Gebundene Ausgabe

      Erscheinungsdatum: 09.03.2022

      Verlag: S. Fischer Verlag

      Seitenzahl: 208

      Longlist des Deutschen Buchpreises 2022

      Dilek und Tekin sind ein junges Paar in Istanbul. Nicht erst seit dem Juli 2016 hat sich auch für sie die Stadt verändert. Als Dilek Jahre später in ein Flugzeug steigt, weiß ihr Freund nichts davon, niemand soll wissen, dass sie, die online »Kangal« heißt, bald in Frankfurt landet. Ayla ist überrascht, als ihre Cousine Dilek sich bei ihr meldet, die gemeinsamen Sommer sind lange her. Und während sich Tekin in Istanbul auf die Suche macht, fragt sich Ayla: Wer ist Dilek heute? Sie will ihr glauben, aber ist das, was Dilek fürchtet, auch wahr?

      Anna Yeliz Schentke erzählt furchtlos und aufrichtig von der Freundschaft in instabilen Zeiten. »Kangal« ist ein atemloser Roman über aktuelle Unterdrückung und über eine Generation, die auf der Suche ist: nach einer gemeinsamen Sprache, nach Sicherheit und Zugehörigkeit.

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    • Heinrich Steinfest: Der betrunkene Berg

      Der betrunkene Berg

      Autor: Heinrich Steinfest

      Einband: Gebundene Ausgabe
      Erscheinungsdatum: 01.09.2022
      Verlag: Piper
      Seitenzahl: 224

      Eine kluge Buchhändlerin und ihr rätselhafter Gast

      Ohne sie wäre er gestorben, dünn bekleidet, im Eis der Alpen. Das war wohl auch sein Plan, aber Katharina rettet ihn, bietet ihm Unterschlupf. Auf 1765 Metern Höhe betreibt sie eine Buchhandlung, die nun, im November, geschlossen bleibt. Sie behält den Fremden ohne Namen und Gedächtnis bei sich, vorübergehend. Die beiden lesen zusammen, er kocht für sie, und Stück für Stück beginnt er sich zu erinnern. 

      Heinrich Steinfest ergründet die Wege, die uns Zufall und Schicksal einschlagen lassen. Und stellt die Frage, was mit uns geschieht, wenn eine böse Tat das Leben in eine andere Richtung lenkt.

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    • Jens Lubbadeh: Der Klon

      Der Klon

      Autor: Jens Lubbadeh

      Einband: Taschenbuch
      Erscheinungsdatum: 20.06.2022
      Verlag: Heyne
      Seitenzahl: 480

      Berlin im Jahr 2033. Die Journalistin Mara Erhardt hat herausgefunden, dass ein koreanischer Biologe jahrelang illegal Menschen geklont hat. Eine Spur führt nach Berlin, zu zwei Studenten. Doch als sie die jungen Männer ausfindig macht, überstürzen sich die Ereignisse. Denn es gibt noch eine Spur nach Deutschland – zu einem Klon des größten Verbrechers der Geschichte: Adolf Hitler. Und die Auftraggeber wollen nicht, dass dessen Identität zu früh enttarnt wird. Für Mara beginnt ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit – und gegen eine verhängnisvolle Wiederholung der deutschen Vergangenheit …

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      Ausleihe Stadtbücherei Korbach

    • Annie Ernaux: Das Ereignis

      Das Ereignis

      Autorin: Annie Ernaux

      Einband: Taschenbuch
      Erscheinungsdatum: 10.10.2022
      Verlag: Suhrkamp
      Seitenzahl: 103

      Nobelpreis für Literatur 2022

      Oktober 1963: Die 23-jährige Annie entdeckt, dass sie schwanger ist. Die Studentin aus bescheidenen Verhältnissen weiß: Wenn sie ein uneheliches Kind zur Welt bringt, wird sie alles verlieren. Das hart erkämpfte Universitätsstudium, die Hoffnung, dem engen, prekären Milieu der Eltern zu entkommen. Sie ist entschlossen, die Schwangerschaft zu beenden, aber im Frankreich der 1960er Jahre ist Abtreiben illegal, und so beginnt für die junge Frau ein Spießrutenlauf, der sie von der Praxis eines überheblichen Arztes ins Hinterzimmer einer zweifelhaften Engelmacherin führt und schließlich in der Notaufnahme endet. Voller Scham versucht Annie, die Kontrolle über ihr Leben zurückzugewinnen, und begegnet dabei überall erschreckender Gleichgültigkeit.

      Wie ist es, wenn man als Frau abtreiben will und es nicht darf? Mit schonungsloser Offenheit erzählt Annie Ernaux von ihrem eigenen Schwangerschaftsabbruch. Und von den Demütigungen, Verletzungen und Stigmatisierungen, die sie dabei erleiden musste – und die bis heute nachhallen.

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    • Juli Zeh: Über Menschen

      Über Menschen

      Autorin: Juli Zeh

      Einband: Taschenbuch
      Erscheinungsdatum: 10.08.2022
      Verlag: btb
      Seitenzahl: 416

      Trauen wir uns, Mensch zu sein?

      Dora ist mit ihrer kleinen Hündin aufs Land gezogen. Sie musste dringend raus aus der Stadt, auch wenn sie nicht genau weiß, wovor sie auf der Flucht ist. Großstadt, Lockdown, stressiger Job, ein übereifriger Freund, dazu Donald Trump, Brexit und Rechtspopulismus – wann ist die Welt eigentlich dermaßen durcheinandergeraten? Dass Bracken, dieses kleine Dorf im brandenburgischen Nirgendwo, nicht die ländliche Idylle ist, von der manche Städter träumen, war Dora klar. Alle haben sie vor der Provinz gewarnt. Jetzt sitzt sie trotzdem hier, in einem alten Haus auf einem verwilderten Grundstück, mit einem kahlrasierten Nachbarn hinter der Gartenmauer, der sämtlichen Vorurteilen zu entsprechen scheint. Doch dann passieren Dinge, die ihr Weltbild ins Wanken bringen. Sie trifft Menschen, die in kein Raster passen, und steht vor einer Herausforderung, die Antwort auf die große Frage verlangt, worauf es im Leben eigentlich ankommt.

      Juli Zehs neuer großer Roman erzählt von unserer unmittelbaren Gegenwart und den Menschen, die sie hervorbringt. Von ihren Befangenheiten, Schwächen und Ängsten. Und von ihren Stärken, die zum Vorschein kommen, wenn sie sich trauen, Mensch zu sein.

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  • September
    • Mónica Subietas: Waldinneres

      Waldinneres

      Autor: Mónica Subietas
      Buch (Gebundene Ausgabe)
      Fischer-Verlag 2022, 256 Seiten

      Vorgestellt von Hannelore Schalk

      Eine Flucht vor den Nazis und ein Geheimnis, das bis in die Gegenwart reicht.

      Ein jüdischer Kunstsammler rettet sich mit Fluchthelfern vor den Nazis in die Schweiz, doch seine Spur verliert sich im Dickicht eines Waldes. Zurück bleibt nur sein Gehstock, darin eingerollt ein kleines Gemälde.

      Siebzig Jahre später betritt Gottfried Messmer das Foyer einer Bank in Zürich. Im Schließfach seines Vaters findet er einen echten Klimt. Wie kam sein Vater an dieses Bild? Und wo ist sein wahrer Besitzer? Gottfried muss sich einem Familiengeheimnis stellen, das weit in die Geschichte seines Landes zurückreicht.

      Mónica Subietas‘ bewegender Roman »Waldinneres« erzählt von Liebe, Freundschaft und Verrat, von finsteren Zeiten und glücklichen Tagen.

      Auf mehreren Zeitebenen führt uns Mónica Subietas durch diese Geschichte von Familiengeheimnissen und Raubkunst.

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    • Susanne Abel: Was ich nie gesagt habe - Gretchens Schicksalsfamilie

      Was ich nie gesagt habe.

      Gretchens Schicksalsfamilie

      Autor: Susanne Abel
      Verlag: DtV-Verlag 2022, 559 S.

      Vorgestellt von Hannelore Schalk

      Wer ist Familie?

      Tom Monderath ist frisch verliebt: Mit Jenny erlebt er die glücklichste Zeit seines Lebens. Bis er durch Zufall auf seinen Halbbruder Henk stößt, der alles über ihren gemeinsamen Vater wissen will. Doch Konrad starb vor vielen Jahren und seine demente Mutter Greta kann Tom nicht befragen. Als sich weitere Halbgeschwister melden, wird es Tom zu viel. Jenny und Henk hingegen folgen den Spuren Konrads. Selbst fast noch ein Kind, kämpfte Toms Vater im Krieg, geriet in amerikanische Gefangenschaft, bevor er in den späten 40er-Jahren nach Heidelberg kommt. Dort verliebt er sich Hals über Kopf in die junge Greta, nicht ahnend, dass ein Geheimnis aus der dunkelsten Zeit des Nationalsozialismus ihre gemeinsame Familie ein Leben lang begleiten wird ...

      Ausleihe bei der Stadtbücherei Korbach

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    • Cay Rademacher: Die Passage nach Maskat

      Die Passage nach Maskat

      Autor: Cay Rademacher
      Verlag: DuMont 2022, 365 S.
      Gebundene Ausgabe

      Vorgestellt von Hannelore Schalk

      Spätsommer 1929, der letzte Sommer der Goldenen Zwanziger. Niemand erkennt die Vorzeichen der Weltwirtschaftskrise. Noch bestimmen Luxus und Frivolität, Jazz und Kokain den Rhythmus des Lebens – auch auf dem Ozeanliner Champollion, der von Marseille aus Richtung Orient in See sticht: Port Said, der Suezkanal, Jemen, Oman ... Zu den illustren Passagieren gehören eine skandalumwitterte Nackttänzerin aus Berlin und ein mysteriöser römischer Anwalt, eine adelige englische Lady und ein nur scheinbar naiver amerikanischer Ingenieur, ein Schläger aus der Unterwelt – und Theodor Jung, traumatisierter Kriegsveteran und Fotoreporter der Berliner Illustrirten, der größten Zeitschrift Europas. Er soll eine Reportage über die Reise machen. Seine Frau Dora begleitet ihn. Sie entstammt der Hamburger Kaufmannsfamilie Rosterg, die ebenfalls nach Maskat reist, um mit den sagenhaften Gewürzen Arabiens zu handeln. Theodor hofft, dass die abenteuerliche Passage die Leidenschaft in ihrer Ehe neu entfacht. Doch Doras herrische Eltern und ihr gewalttätiger Bruder verachten ihn, und Bertold Lüttgen, der intrigante Prokurist der Firma, hat selbst ein Auge auf die Tochter seines Chefs geworfen. Als Dora nach wenigen Tagen auf der Champollion spurlos verschwindet, wird die Reise für Theodor zum Albtraum – denn nicht nur die Familie Rosterg, auch die anderen Passagiere und Besatzungsmitglieder behaupten, Dora nie an Bord gesehen zu haben

      Ausleihe in der Stadtbücherei Korbach

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    • Angeles Donate: Die Schule, die wir liebten

      Die Schule, die wir liebten

      Autor: Angeles Donate
      Verlag: Thiele-Verlag 2021, 268 S.
      Beteiligte: Rüdiger, Anja [ÜbersetzerIn]

      vorgestellt von Hannelore Schalk

      Als in den 1920er Jahren Bahnarbeiter mit ihren Familien quer durch Mexiko reisten, um Schienen zu legen und Bahnhöfe zu bauen, rollten mit ihnen fahrbare Klassenzimmer durch die Landschaft: die so genannten Eisenbahnschulen.

      Ikal, der elfjährige Sohn eines Eisenbahnarbeiters, träumt davon, Lehrer zu werden. Er bewundert seinen älteren Freund Chico, zählt mit Tuerto die vorbeifahrenden Züge, träumt von Valeria, deren dunkle Haare sich wellen wie das Wasser auf dem Río Culiacán, und erlebt Abenteuer mit seinem Hund Quetzal. An der Grenze zum Nirgendwo, zwischen Obstfeldern und alten Waggons, entdecken die Kinder das Leben, inspiriert von ihrem Lehrer Don Ernesto – er hat sein Schicksal mit dem dieser jungen Menschen verknüpft und ist bereit, leidenschaftlich für seine Schützlinge zu kämpfen.

      Doch das einst erfolgreiche Modell hat in einem modernen Mexiko keinen Platz mehr, und nun will die Regierung auch die letzte Eisenbahnschule schließen. Hugo Valenzuela, Chefinspektor der Generaldirektion für Bildung, soll die Schließung abwickeln. Ein altes Foto, das er in den Akten findet, bringt ihn jedoch dazu, Fragen zu stellen – seinen Vorgesetzten, aber auch sich selbst.

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  • August
    • Gisa Klönne: Für diesen Sommer

      Für diesen Sommer

      Autor: Gisa Klönne
      Buch (Gebundene Ausgabe)
      Preis: 22,00 €

      Vorgestellt von Hannelore Schalk

      Ein Vater. Eine Tochter. Ein Haus voller Erinnerungen.

      Bestsellerautorin Gisa Klönne verwebt in ihrem neuen Roman Zeit- und Familiengeschichte zu einem Porträt zweier Generationen. Mit großer Wärme erzählt sie von Hoffnung und Scheitern, verpassten Chancen und dem schwierigen Weg zur Versöhnung.

      Einst schien das Glück der Familie Roth so selbstverständlich wie der Flug der Leuchtkäfer in den Sommernächten im Garten. Jetzt ist Vater Heinrich alt und allein. Ausgerechnet Franziska, die Tochter, mit der er sich überworfen hat, soll für ihn sorgen. Ihr Lebenstraum ist gescheitert – genau wie Heinrich das stets prophezeit hatte. Doch auch sein Konzept ging nicht auf. Er, der stets alles kontrollieren wollte, muss das Loslassen lernen. Die ungewohnte Nähe schürt die nie gelösten Konflikte von Neuem. Zugleich erwachen Erinnerungen an die hellen Tage. Wie damit leben, dass all das unwiederbringlich vorbei ist?

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    • Constanze Neumann: Wellenflug

      Wellenflug

      Autor: Constanze Neumann
      Einband: Gebundene Ausgabe
      Erscheinungsdatum: 30.08.2021
      Verlag: Ullstein Buchverlage
      Seitenzahl: 336

      Vorgestellt von Hannelore Schalk

      »Das faszinierende Doppelporträt zweier höchst unterschiedlicher Frauen. Genau recherchiert und opulent erzählt Constanze Neumann das Schicksal einer zerstreuten Familie, deren Geschichte mit der deutschen untrennbar verbunden bleibt.« Julia Franck

      Als ihr Sohn Heinrich 1881 zur Welt kommt, setzt Anna Reichenheim große Hoffnungen auf diesen Erstgeborenen. Doch Heinrich schert sich nicht um die Konventionen seiner großbürgerlichen jüdischen Familie. Er erliegt den Verlockungen des Berliner Nachtlebens und verliebt sich in die ganz gewöhnliche Marie, die seine Mutter nicht akzeptieren kann. Gemeinsam suchen Heinrich und Marie in den USA ihr Glück, bis der Erste Weltkrieg sie zurück nach Deutschland holt. Sie bleiben ausgeschlossen aus der Familie, auch als die Schatten der Weltwirtschaftskrise und des aufkommenden Nationalsozialismus sich über das Land legen. Anna stirbt 1932 unversöhnt mit Heinrich, nicht ahnend, was ihrer Familie bevorsteht. Während seine Geschwister fliehen oder vertrieben werden, bleibt Heinrich in Deutschland zurück. Wieder ist es Marie, die ihm Halt gibt, als sie ums Überleben kämpfen.

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    • Bella Mackie: How to kill your family

      Bella Mackie: How to kill your family

      Autor: Mackie, Bella
      Titel: Howtokillyourfamily
      Beteiligte: Glietsch, Stephan [ÜbersetzerIn]
      Titelzusatz: Roman
      Verfasserangabe: Bella Mackie ; aus dem Englischen von Stephan Glietsch
      Erschienen: München : Wilhelm Heyne Verlag, 2022. - 431 Seiten - 22 cm
       

      Vorgestellt von Marie-Luise Lindenlaub

      Grace sitzt im Frauengefängnis Limehouse, wo es alles andere als schwesterlich zugeht. Grace, eine Serienmörderin, hat sich an der Familie ihres Vaters gerächt. Ihre unbedarfte Mutter war von ihm erst verführt und dann sitzen gelassen worden. Grace hat gute Gründe und die sind mehr als verständlich.

      Grace ist eine Serienmörderin und sie mordet aus gutem Grund. Grace rächt sich bei ihrer Familie. Dafür dass sie beiseitegeschoben wurde, weil sie unehelich ist. Dafür dass sie nicht reingepasst hat in die feine, reiche Familie ihres Vaters. Aber noch mehr rächt Grace ihre Mutter, die es nie verkraftet hat, zuerst mit allen Mitteln verführt und dann schäbig vergessen worden zu sein. Eine ebenso zynische wie umwerfende Antiheldin, die scharf beobachtet und noch schärfer urteilt. Und manchmal mordet. Doch egal, was sie anstellt, unsere Sympathie ist ihr sicher.

      Ausleihe bei der Stadtbücherei Korbach

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    • Louise Brown: Was bleibt, wenn wir sterben

      Louise Brown: Was bleibt, wenn wir sterben

      Autor: Brown, Louise
      Titel: Wasbleibt, wennwirsterben
      Einheitssachtitel: Was bleibt, wenn wir sterben
      Titelzusatz: Erfahrungen einer Trauerrednerin
      Verfasserangabe: Louise Brown
      Erschienen: 1. Auflage - Zürich : Diogenes, 2021. - 256 Seiten - 18x12 cm
       

      Vorgestellt von Marie-Luise Lindenlaub

      Nach dem Tod ihrer Eltern versucht die Journalistin Louise Brown der Endlichkeit des Lebens etwas Sinnstiftendes abzugewinnen. Sie wird Trauerrednerin und Zeugin dessen, was von uns bleibt. Dies verändert nicht nur ihre Einstellung zum Tod, sondern auch ihre Haltung zum Leben. Louise Brown schenkt uns unvergessliche Bilder, die daran erinnern, was uns als Menschen ausmacht. Ein tröstendes und befreiendes Buch, das Mut macht, das Leben auf die Dinge auszurichten, die von Bedeutung sind.

      Ausleihe in der Stadtbücherei Korbach

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    • Fatma Aydemir: Dschinns

      Dschinns

      Autor: Aydemir, Fatma
      Titel: Dschinns
      Einheitssachtitel: Dschinns
      Titelzusatz: Roman
      Verfasserangabe: Fatma Aydemir
      Erschienen: 1. Auflage - München : Hanser, 2022. - 366 Seiten - 21 cm
       

      Vorgestellt von Ulrike Schüttler

      Dreißig Jahre hat Hüseyin in Deutschland gearbeitet, nun erfüllt er sich endlich seinen Traum: eine Eigentumswohnung in Istanbul. Nur um am Tag des Einzugs an einem Herzinfarkt zu sterben. Zur Beerdigung reist ihm seine Familie aus Deutschland nach. Fatma Aydemirs großer Gesellschaftsroman erzählt von sechs grundverschiedenen Menschen, die zufällig miteinander verwandt sind. Alle haben sie ihr eigenes Gepäck dabei: Geheimnisse, Wünsche, Wunden. Was sie jedoch vereint: das Gefühl, dass sie in Hüseyins Wohnung jemand beobachtet. Voller Wucht und Schönheit fragt „Dschinns“ nach dem Gebilde Familie, den Blick tief hineingerichtet in die Geschichte der vergangenen Jahrzehnte und weit voraus.

      Ausleihe Stadtbücherei

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    • Brigitte Glaser: Rheinblick

      Rheinblick

      Autor: Glaser, Brigitte
      Titel: Rheinblick
      Verfasserangabe: Brigitte Glaser
      Erschienen: 2. Auflage - München : List, 2019. - 432 Seiten

       

      vorgestellt von Anne Fuchs-Gantz

      Deutschland, im November 1972: Niemand kennt das Bonner Polittheater besser als Hilde Kessel, legendäre Wirtin des Rheinblicks. Bei ihr treffen sich Hinterbänkler und Minister, Sekretärinnen und Taxifahrer. Als der Koalitionspoker nach der Bundestagswahl härter wird, wird Hilde in das politische Ränkespiel verwickelt. Verrat ist die gültige Währung.

      Gleichzeitig kämpft in der Abgeschiedenheit einer Klinik auf dem Venusberg die junge Logopädin Sonja Engel mit Willy Brandt um seine Stimme, die ihm noch in der Wahlnacht versagte. Doch auch sie gerät unter Druck. Beide Frauen sind erpressbar. Für Hilde steht ihre Existenz auf dem Spiel, Sonja will ihre kleine Schwester beschützen. Wie werden sie sich entscheiden?

      Ausleihe Stadtbücherei Korbach

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    • Natalie Amiri: Afghanistan

      Afghanistan

      Autor: Amiri, Natalie
      Titel: Afghanistan
      Titelzusatz: Unbesiegter Verlierer
      Erschienen: Aufbau digital, 2022. - 256 S.
       

      Vorgestellt von Anne Fuchs-Gantz

      »Natalie Amiris packender Bericht ist Pflichtlektüre für alle, die die Katastrophe Afghanistans und ihre Folgen verstehen wollen.«

      »Natalie Amiri ist nicht nur Journalistin: Sie ist eine empathische Zuhörerin, eine anteilnehmende Beobachterin. Sie erstattet Bericht für Menschen, die genau dies nicht tun können, ohne dabei ihr Leben aufs Spiel zu setzen. So entsteht ein viel umfassenderes Bild von Afghanistan, als es jede News-Meldung je vermitteln könnte.«

      Ausleihe Stadtbücherei Korbach

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  • Juli
    • Lucy Fricke: Die Diplomatin

      Lucy Fricke: Die Diplomatin

      Erschienen bei Claassen 2022, 256 S.

      Vorgestellt von Ilse Ludolph

      Fred ist eine erfahrene und ehrgeizige deutsche Konsulin. Eine Frau, die eigentlich nichts aus der Ruhe bringt, überall und nirgends zu Hause. Dann jedoch, in Montevideo, scheitert sie erstmals in ihrer Karriere. Sie wird versetzt ins politisch aufgeheizte Istanbul, ihrer bisher größten Herausforderung. Zwischen Justizpalast und Sommerresidenz, Geheimdienst und deutsch-türkischer Zusammenarbeit, zwischen Affäre und Einsamkeit stößt sie an die Grenzen von Freundschaft, Rechtsstaatlichkeit und europäischer Idee.

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    • Bonnie Garmus: Eine Frage der Chemie

      "Eine Frage der Chemie"

      von Bonnie Garmus, erschienen im Piper Verlag

      vorgestellt von Hannelore Schalk

      Elizabeth Zott ist nicht wie andere Frauen und passt so gar nicht in das Amerika der 50er-Jahre. Sie ist neugierig auf die Welt und will als Chemikerin forschen und Neues entdecken. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus, denn die Männerwelt will sich von ihr nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. So werden ihr jede Menge Steine in den Weg gelegt, sie wird gemobbt und gedemütigt, ihre Forschungsergebnisse werden gestohlen, am Ende wird sie sogar vergewaltigt. Aber sie gibt nicht auf und trotzt allen. Als sie die Liebe ihres Lebens kennenlernt, einen erfolgreichen und anerkannten Chemiker, der sie unterstützt und ihre Arbeit wertschätzt, scheint alles perfekt. Doch das Glück ist von kurzer Dauer... 

      Warum wir Elizabeth Zott Jahre später als erfolgreiche Fernsehköchin wiedersehen, warum das weibliche Publikum sie liebt, warum ihr Hund Halbsieben heißt und warum ihre sehr eigenwillige Tochter Madeleine ihr ein und alles ist, wird hier nicht verraten, denn das muss man unbedingt selbst lesen! Weil es allerbeste, kluge und witzige Unterhaltung ist. Ein großartiges Buch über eine ungewöhnliche, furchtlose und bemerkenswerte Frau, aber auch über die Frauen- und Männerwelt in der Mitte des letzten Jahrhunderts.  

      Geschrieben in einem ganz eigenen Tonfall, voller Witz und trockenem Humor, geistreich und warmherzig – mit einem Wort: ein Buch, dass man lieben wird und dessen unvergleichliche Protagonistin mich mehr als ein Buch lang begeistert hat. 

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    • Philipp Spielbusch: Ich habe das Internet gelöscht

      Philipp Spielbusch: Ich habe das Internet gelöscht!


      Einband: Taschenbuch
      Erscheinungsdatum: 20.01.2017
      Verlag: Rowohlt Taschenbuch

      Vorgestellt von Hannelore Schalk

      „Was haben Sie gemacht?“

      „Nix!“

      Diese Antwort kommt immer als erstes. Häufig so schnell, da habe ich das Wort „gemacht“ noch gar nicht ausgesprochen. Die Kunden klingen dann wieder wie Schüler, die vom Lehrer beim Rauchen erwischt wurden und so tun, als wäre nichts gewesen, während ihnen die Wölkchen aus Nase und Ohren puffen.

      Wenn der Familienrechner den Geist aufgibt, beim Autohändler der Internetzugang nicht mehr funktioniert oder sich ältere Damen plötzlich ins Abenteuer Photoshop stürzen und dabei so munter wie schamfrei pikante Bilder öffnen, ist Computer-Experte Philipp Spielbusch zur Stelle. Dabei erlebt er Erstaunliches: Denn zu seinem Job gehört nicht nur die therapeutische Begleitung eines Verschwörungstheoretikers, der panische Angst vor dem großen Lauschangriff hat, sondern auch betreutes Klicken für cholerische Kunden, wenn sich am Rechner mal wieder – ganz ohne eigenes Zutun! – alles komplett verstellt hat.

      Ein schelmischer Blick auf die komplizierte Beziehung zwischen Mensch und Technik.

      Ausleihe bei der Stadtbücherei

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    • Jochachim Meyerhoff: Hamster im hinteren Stromgebiet

      Joachim Meyerhoff: Hamster im hinteren Stromgebiet

      Erschienen: Köln : Kiepenheuer & Witsch, 2020. - 320 Seiten
      Einband: fest gebunden

      Vorgestellt von Marie-Luise Lindenlaub

      Was passiert, wenn man durch einen gesundheitlichen Einbruch auf einen Schlag aus dem prallen Leben gerissen wird? Kann das Erzählen von Geschichten zur Rettung beitragen? Und kann Komik heilen? Nachdem der Erzähler Joachim Meyerhoff aus so unterschiedlichen Lebenswelten berichtet hat wie einem Schüleraustausch in Laramie, Amerika, dem Aufwachsen auf einem Psychiatriegelände, der Schauspielschule und den liebesverwirrten Jahren in der Provinz, gerät der inzwischen Fünfzigjährige in ein Drama unerwarteter Art. Er wird als Notfall auf eine Intensivstation eingeliefert. Er, der sich immer durch körperliche Verausgabung zum Glühen brachte, die blonde Bombe«, für die Selbstdetonationen ein Lebenselixier waren, liegt jählings an Apparaturen angeschlossen in einem Krankenhausbett in der Wiener Peripherie. Doch so existenziell die Situation auch sein mag, sie ist zugleich auch voller absurder Begebenheiten und Begegnungen. Der Krankenhausaufenthalt wird zu einer Zeit voller Geschichten und zu einer Zeit mit den Menschen, die dem Erzähler am nächsten stehen...

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    • Tamar Noort: Die Ewigkeit ist ein guter Ort

      Tamar Noort: Die Ewigkeit ist ein guter Ort.

      Einband: Gebundene Ausgabe
      Erscheinungsdatum: 19.07.2022
      Verlag: Rowohlt Kindler
      Seitenzahl: 304

      Vorgestellt von Marie-Luise Lindenlaub

      Eine Geschichte über Festhalten und Loslassen, Himmel und Erde und das, was dazwischen ist.

      Elke ist eine junge Pastorin, die in Köln arbeitet. Als sie eines Tages einer alten Dame am Sterbebett das Vaterunser sprechen soll, kommt ihr kein Wort über die Lippen. Sie hat den Text vergessen, und zwar sämtlicher Gebete. Ist das Gottdemenz?

      Elke beschließt, in die norddeutsche Provinz zu fahren, an den Ort ihrer Kindheit. Doch auch nach all den Jahren fühlt es sich seltsam an, mit ihren Eltern am Esstisch zu sitzen, wenn der vierte Platz leer bleibt. Elke trifft Eva wieder, die ehemalige Freundin ihres Bruders, der damals zu weit im See hinausschwamm. Und während sie am Ufer sitzt und aufs Wasser schaut, ahnt Elke, wo sie beginnen muss, nach den verloren gegangenen Worten zu suchen.

      Ein hinreißender Roman voller Leichtigkeit und Tiefe, wortgewandt und fantasievoll. Für einen Auszug aus diesem Debüt gewann Tamar Noort den Hamburger Literaturpreis.

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  • Juni
    • Ralf Langroth: Die Akte Adenauer

      für Sie gelesen von Hannelore Schalk

      Ralf Langroth: Die Akte Adenauer. Rowohlt 2021. 395 S.

       

      Die dunklen Geheimnisse einer jungen Demokratie. Die Entstehung des BKA. Das biedere Rheinland als Hitzekessel der Mächte, auf das der Schatten des Kalten Krieges fällt.

      Mitten im Wahlkampf 1953 wird Philipp Gerber Kriminalhauptkommissar beim BKA. Seine Aufgabe: den Mord an seinem Vorgänger aufzuklären. Sein Geheimnis: Wie der Ermordete ist Gerber Agent der Amerikaner. Gemeinsam mit der Journalistin Eva Herden findet er heraus, dass die rechtsgerichteten «Wölfe Deutschlands» noch aktiv sind. Um ein Zeichen gegen den Kommunismus setzen, wollen sie einen der führenden linken Politiker töten. Bundeskanzler Adenauer persönlich betraut Gerber mit der Aufgabe, seinen Kontrahenten zu beschützen …

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    • Oliver Pötzsch: Das Buch des Totengräbers

      für Sie gelesen von Hannelore Schalk

      Oliver Pötzsch: Das Buch des Totengräbers-. Ullstein 2021. 447 S.

       

      Wien, 1893. Als Totengräber kennt sich Augustin Rothmayer bestens mit dem Tod aus. Nun bittet Inspektor von Herzfeldt den Alten um Hilfe: Mehrere Dienstmädchen wurden gepfählt, eine alte Methode, um Untote unter der Erde zu halten. Treibt ein Serienmörder sein Unwesen? Totengräber-Serie, Band 1.

       

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    • Emmanuel Carrére: Yoga

      für Sie gelesen von Marie-Luise Lindenlaub

      Emmanuel Carrére: Yoga. Matthes & Seitz 2022. 341 S.

       

      Alles beginnt gut: Emmanuel Carrère erfreut sich eines gelungenen Lebens und plant ein feinsinniges Büchlein über Yoga. Heiter und sachkundig will er seine Erkenntnisse über die »inneren Kampfkünste« darlegen, die er er seit einem Vierteljahrhundert praktiziert. Bei seinen Recherchen in einem Meditationszentrum läuftt noch alles bestens, doch dann wird er eingeholt: vom Tod eines Freundes beim Anschlag auf Charlie Hebdo, von unkontrollierbarer Leidenschaft , Trennung und Verzweiflung. Sein Leben kippt, eine bipolare Störung wird diagnostiziert und Carrère verbringt vier quälende Monate in der Psychiatrie, wo er versucht, seinen Geist mit Gedichten an die Leine zu legen. Entlassen und verlassen lernt er auf Leros in einer Gruppe minderjähriger Geflüchteter ganz anders Haltlose kennen, aber findet auch Trost durch Musik und Gespräch. Zurück in Paris stirbt sein langjähriger Verleger, und doch gibt es am Ende auch wieder Licht. Denn Yoga ist die Erzählung vom mal beherrschten, mal entfesselten Schwanken zwischen den Gegensätzen. Durch eine schonungslose Selbstanalyse zwischen Autobiografie, Essay, Chronik und Roman gelingt Carrère der Zugang zu einer tieferen Wahrheit: was es heißt, ein in den Wahnsinn der heutigen Welt geworfener Mensch zu sein.

       

       

      Ausleihe in der Stadtbücherei

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    • Katerina Poladjan: Zukunftsmusik

      für Sie gelesen von Marie-Luise Lindenlaub

      Katerina Poladjan: Zukunftsmusik. S. Fischer 2022. 185 S.

       

      In der sibirischen Weite, tausende Werst östlich von Moskau, leben in einer Kommunalka auf engstem Raum Großmutter, Mutter, Tochter und Enkelin unter dem bröckelnden Putz einer vergangenen Zeit. Es ist der 11. März 1985, Beginn einer Zeitenwende, von der noch niemand etwas ahnt. Alle gehen ihrem Alltag nach. Der Ingenieur von nebenan versucht, sein Leben in Kästchen zu sortieren, Warwara hilft einem Kind auf die Welt, Maria träumt von der Liebe, Janka will am Abend in der Küche singen. Ein großer Roman über vier Leben am Wendepunkt, über eine untergegangene Welt, die bis heute nachwirkt, über die Absurdität des Daseins und die große Frage des Hier und Heute: Was tun?

       

      Ausleihe in der Stadtbücherei

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  • Mai
    • Gregor Sander: Lenin auf Schalke

      Einband

      Gebundene Ausgabe

      Verlag

      Penguin


      Auf der Suche nach dem Osten im Westen - Gregor Sander in Gelsenkirchen

      Seit dreißig Jahren betrachtet der Westen den Osten. Dreht und wendet die Ostdeutschen wie Schnitzel in der Pfanne. Es ist an der Zeit zurückzugucken. „Sander du musst in den Westen“, mit diesen Worten seines besten Freundes Schlüppi beginnt die Reise von einer goldenen Pommesbude in Ostberlin nach Gelsenkirchen. Sander wohnt hier bei Zonengabi im Glück (BRD) und ihrem Freund Ömer in einem alten Bergmannshaus. Er versucht sich zu orientieren zwischen alten Abraumhalden, nagelneuen Leninskulpturen und einer Vergangenheit, die 1000 Meter unter der Erde liegt.

      Gregor Sander, eine der wichtigsten Stimmen der gesamtdeutschen Literatur, nimmt uns in »Lenin auf Schalke« mit dorthin, wo der Westen arm dran ist. Keine Zeche mehr, keine Kokerei und kein Stahlwerk, die Ruhrpottluft dank Arbeitslosigkeit gereinigt und auch Schalke 04 ist inzwischen zweitklassig. Hintersinnig, klug beobachtend und mit humorvollem Ernst erzählt Sander von einem Ort, der in allen Negativstatistiken führt: ärmste Stadt Deutschlands, höchste Arbeitslosigkeit, geringstes Pro-Kopf-Einkommen. Staunend entdeckt Sander eine Welt, die von der alten Bundesrepublik vergessen wurde. Nur ist Gelsenkirchen deshalb wirklich der Osten im Westen?

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    • Sofi Oksanen: Hundepark

      Einband: Gebundene Ausgabe
      Erscheinungsdatum: 13.01.2022
      Verlag:Kiepenheuer & Witsch
      Seitenzahl: 480
      Übersetzer: Angela Plöger

      Die preisgekrönte finnische Bestsellerautorin Sofi Oksanen führt uns in die Welt reicher Europäerinnen, die auf Kosten ärmerer Frauen aus dem Osten oder in den Entwicklungsländern, die in ihrer Not keine Wahl haben, ihren Kinderwunsch mit Eizellenspenden erfüllen. Ein Roman von großer politischer und moralischer Brisanz und literarischer Brillanz.

      Helsinki, 2016. Olenka sitzt auf einer Parkbank und beobachtet eine Familie: Mutter, Vater, zwei Kinder. Als sich eine Frau neben sie setzt, erschrickt sie; sie würde diese Frau überall wiedererkennen, denn Olenka hat ihr Leben zerstört. Und gewiss ist sie gekommen, um Rache zu nehmen. Für einen kurzen Moment sind sie hier zusammen – und schauen ihren eigenen Kindern, die nichts von ihrer Existenz ahnen, beim Spielen zu.

      Ausleihe bei der Stadtbücherei
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    • Delphin de Vigan: Die Kinder sind Könige

      Einband: Gebundene Ausgabe
      Erscheinungsdatum:07.03.2022
      Verlag: DUMONT Buchverlag
      Seitenzahl:320
      Maße (L/B/H): 21/14,2/3,1 cm
      Gewicht: 468 g
      Übersetzer: Doris Heinemann

      Mélanie war als junges Mädchen ein großer Fan von Formaten wie ›Big Brother‹. Sie hatte stets davon geträumt, gesehen und berühmt zu werden. Jahre später, als Mutter zweier Kinder, ist es ihr gelungen: Sie ist eine erfolgreiche Youtuberin mit Tausenden von Followern. Objekt ihrer Videos und Posts sind ihre Kinder, die auf Schritt und Tritt gefilmt werden. Seit Kurzem kommt ihre kleine Tochter dem Filmen jedoch immer unwilliger nach. Mélanie tut das als eine Laune ab. Denn wie könnte man die unendliche Liebe, die ihnen aus dem Netz entgegenkommt, als Last empfinden? Kurz darauf verschwindet Kimmy nach einem Versteckspiel spurlos. Wie, fragt sich die ermittelnde Polizeibeamtin Clara, soll man einen Verdächtigen ausmachen bei einem Kind, das Tausende Menschen kennen und mehrfach täglich sehen? Schnell begreift sie, dass ihre Methoden der Ermittlung in der virtuellen Welt vollkommen nutzlos sind

       

      Ausleihe bei der Stadtbücherei

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    • Martin Mosebach: Krass

      Einband: Gebundene Ausgabe

      Erscheinungsdatum: 26.01.2021

      Verlag: Rowohlt

      Seitenzahl: 528

      Maße (L/B/H): 21,1/13,2/4,5 cm

      Gewicht: 614 g


      Ralph Krass – so heißt ein verschwenderisch großzügiger Geschäftsmann, der Menschen mit kannibalischem Appetit verbraucht. Ist er unendlich reich oder nur ein Hochstapler, kalt berechnend, oder träumt er hemmungslos? Er will sich seine Gesellschaft kaufen, immer nur selbst der Schenkende sein. Als in Neapel Lidewine in seinen Kreis tritt – eben noch die Assistentin eines Zauberers, eine junge Abenteurerin –, bietet er ihr einen ungewöhnlichen Pakt an. Beobachtet wird das Ganze von seinem Sekretär, dem Pechvogel Dr. Jüngel, mit einem Blick voll Neid und Eifersucht. Aber erst nachdem die Gesellschaft von Herrn Krass durch einen Eklat auseinandergeflogen ist, gelingt es ihm, an seinem Zufluchtsort in der französischen Provinz, die Mosaiksteine des Geschehenen zu einem Bild zu ordnen – während Menschen wie der stumme Kuhhirte Toussaint, der Schuster Desfosses und Madame Lemoine mit ihren Wellensittichen ihm eine Ahnung davon vermitteln, wie alles mit allem rätselhaft zusammenhängt.

      «Krass», dieser atmosphärische, bildstarke Roman über das, was das Verstreichen von Zeit mit Menschen tut, ist zugleich Liebesroman und Geschichte über Verlust und magisches Wiederfinden – manchmal aufgehellt durch leisen Humor, aber vor allem dunkel und in dieser Dunkelheit ergreifend schön. Eine große Erzählung, die den Bogen von Neapel über Frankreich bis nach Kairo schlägt, und eines der fesselndsten, ja überraschendsten Bücher, die Martin Mosebach bisher geschrieben hat.

      Ausleihe bei der Stadtbücherei

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    • Stefan Malinowski: Die Hohenzollern und die Nazis

      Einband: Gebundene Ausgabe

      Erscheinungsdatum: 27.09.2021

      Verlag: Propyläen

      Seitenzahl: 752

      Maße (L/B/H): 22,1/14,2/5 cm

      Gewicht: 856 g

      Gegen die Republik - Geschichte und Gegenwart der Hohenzollern

      Stephan Malinowski, einer der besten Kenner der deutschen Adelsgeschichte im 20. Jahrhundert, zieht in einer großen historischen Erzählung den Bogen über drei Generationen der Hohenzollern von 1918 bis in die Gegenwart und analysiert das antirepublikanische Milieu aus ebenso neuer wie origineller Perspektive.

      »Stephan Malinowskis brillantem Buch gelingt ein Gleichgewicht zwischen der forensischen Analyse individuellen Verhaltens und einem neuen Verständnis dafür, wie die giftige politische Kultur einer besiegten Monarchie dazu beitrug, die Demokratie in Deutschland zu zerstören.« Christopher Clark

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    • Axel Hacke: Ein Haus für viele Sommer

      Einband: Gebundene Ausgabe
      Altersempfehlung: 0 - 99 Jahr(e)
      Verlag: Kunstmann, A

      Ein Haus im Süden, woanders sein und doch bei sich, das ist ein Traum, den viele träumen. Wer aber dann wirklich so ein Haus hat, hat andere Träume, Träume von … ja, vielleicht von Ferien?

      Axel Hacke erzählt in Ein Haus für viele Sommer von der Magie eines Ortes, an dem man eigentlich nicht sein müsste, aber doch unbedingt sein will. In seinen Geschichten geht es um die Menschen auf einer Insel, um die Landschaft dort, um Schlangen, Gottesanbeterinnen, Fakirtauben, Ziegen, Oliven und um einen Mann, der aus dem Ehebett heraus ein Wildschwein erschießt. Um Gedichte, die an Straßenecken hängen, und um die Geheimnisse eines alten Turms, den Torre, der für die, die ihn besitzen und in den Ferien bewohnen, Herausforderungen bereithält, mit denen sie nicht gerechnet hatten.
      In diesen Geschichten spürt man die Sommerhitze, den Sand unter den Füßen, die leichte Brise auf dem Meer. Der Blick wandert über den Olivenhain, er richtet sich auf den schönsten Sonnenuntergang der Welt und auf so seltsame Fragen wie die, was man eigentlich genau tut, wenn man nichts tut.
      Was sich entwickeln kann, wenn man einen Urlaubsort nicht nur als Urlaubsort sieht, den man betritt und wieder verlässt – als Erholungskulisse also –, sondern wenn man diesen Ort ernst nimmt und zu verstehen versucht, das macht die Magie dieses Buchs aus, das in den Lesern noch lange nachwirkt.

      Ausleihe bei der Stadtbücherei

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    • Esther Kinsky: Rombo

      Einband: Gebundene Ausgabe
      Erscheinungsdatum: 14.02.2022
      Verlag: Suhrkamp

      Im Mai und im September 1976 erschüttern zwei schwere Erdbeben eine Landschaft und ihre Bevölkerung im nordöstlichen Italien. An die tausend Menschen sterben unter den Trümmern, Zehntausende sind ohne Obdach, viele werden ihre Heimat, das Friaul, für immer verlassen. Die Materialverschiebungen infolge der Beben sind gewaltig, sie bilden neues Gelände, an denen sich die Wucht des Eingriffs ablesen und in die Begriffe der Naturkunde fassen lässt. Doch für das menschliche Trauma, für die Erfahrung der plötzlich zersprengten Existenz, lässt sich die Sprache nicht so einfach finden.

      In Esther Kinskys neuem, noch vor Erscheinen preisgekrönten Roman berichten sieben Bewohner eines abgelegenen Bergdorfs, Männer und Frauen, von ihrem Leben, in dem das Erdbeben tiefe Spuren hinterlassen hat, die sie langsam zu benennen lernen. Von der gemeinsamen Erfahrung von Angst und Verlust spleißen sich bald die Fäden individueller Erinnerung ab und werden zu eindringlichen und berührenden Erzählungen tiefer, älterer Versehrung.

      Ausleihe bei der Stadtbücherei

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  • April
    • Abbas Khider: Der Erinnerungsfälscher

      Erschienen bei Hanser 2022, 125 S.

      Vorgestellt von Hannelore Schalk.

      Said Al-Wahid hat seinen Reisepass überall dabei, auch wenn er in Berlin-Neukölln nur in den Supermarkt geht. Als er eines Tages die Nachricht erhält, seine Mutter liege im Sterben, reist er zum ersten Mal seit Jahren in das Land seiner Herkunft. Je näher er seiner in Bagdad verbliebenen Familie kommt, desto tiefer gehen die Erinnerungen zurück, an die Jahre des Ankommens in Deutschland, an die monatelange Flucht und schließlich an die Kindheit im Irak. Welche Erinnerungen fehlen, welche sind erfunden und welche verfälscht? Said weiß es nicht. Es ist seine Rettung bis heute. Eine Lebensgeschichte von enormer Wucht. In diesem bewegenden und poetischen Roman liegt der Klang eines ganzen Lebens.

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    • Kent Haruf: Ein Sohn der Stadt

      Verlag: Diogenes 2021, 288 S.

      Vorgestellt von Hannelore Schalk.

      Acht Jahre sind vergangen, seit Jack Burdette – einstiger Liebling der Kleinstadt und bewunderter Footballstar – über Nacht verschwand und damit um Geld betrogene wütende Farmer und seine schwangere Frau samt Kindern zurückließ. Und dann ist er plötzlich wieder da, in einem roten Cadillac mitten auf der Main Street, und legt damit nicht nur den Finger in alte, nicht verheilte Wunden, sondern setzt Geschehnisse in Gang, die jeden Bewohner Holts treffen.

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    • Julia Franck: Welten auseinander

      S. Fischer 2021, 268 S.

      Vorgestellt von Marie-Luise Lindenlaub.

      Das Mädchen wird in Ostberlin geboren. Julia ist acht, als ihre Mutter sie und die Schwestern in den Westen, erst ins Notaufnahmelager Marienfelde und dann nach Schleswig-Holstein mitnimmt. In dem chaotischen Bauernhaus kann die Dreizehnjährige nicht länger bleiben und zieht aus, nach Westberlin. Neben der Sozialhilfe verdient die Schülerin Geld mit Putzen, sie lernt ihren Vater kennen und verliert ihn unmittelbar, macht ihr Abitur und begegnet Stephan, ihrer großen Liebe. Wenn sie sich erinnert, ist es Gegenwart.

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    • Monika Helfer: Löwenherz

      Erschienen bei Hanser 2022, 192 S.

      Vorgestellt von Marie-Luise Lindenlaub

      Monika Helfer macht aus Lebenserinnerungen Literatur. Nach „Die Bagage“ und „Vati“: der neue Roman um eine Familie aus Vorarlberg

      Monika Helfer erinnert sich an ihren Bruder Richard. Seit dem Tod der Mutter wachsen sie und ihre Schwestern getrennt vom kleinen Bruder auf. Sie sehen sich selten, verlieren die Verbindung. Es ist die Zeit des Deutschen Herbstes. Richard ist da bereits ein junger Mann, von Beruf Schriftsetzer. Er ist ein Sonderling, das Leben scheint ihm wenig wichtig. Verantwortung übernimmt er nur, wenn sie ihm angetragen wird. So auch, als ihm auf merkwürdige Weise eine verflossene Liebe ein Kind überlässt, von dem er nur den Spitznamen kennt. Die unfreiwillige Vaterrolle gibt ihm neuen Halt, zumindest für eine Zeit. Ein inniges Portrait, eine Geschichte über Fürsorge, Schuldgefühle und Familienbande.

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    • Lucy Fricke: Die Diplomatin

      Erschienen bei Claassen 2022, 256 S.

      Vorgestellt von Anne Fuchs-Ganz

      Fred ist eine erfahrene und ehrgeizige deutsche Konsulin. Eine Frau, die eigentlich nichts aus der Ruhe bringt, überall und nirgends zu Hause. Dann jedoch, in Montevideo, scheitert sie erstmals in ihrer Karriere. Sie wird versetzt ins politisch aufgeheizte Istanbul, ihrer bisher größten Herausforderung. Zwischen Justizpalast und Sommerresidenz, Geheimdienst und deutsch-türkischer Zusammenarbeit, zwischen Affäre und Einsamkeit stößt sie an die Grenzen von Freundschaft, Rechtsstaatlichkeit und europäischer Idee.

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    • Natalie Amiri: Afghanistan

      Erschienen im Aufbau Verlag 2022, 255 S.

      Vorgestellt von Anne Fuchs-Ganz


      Was bedeutet die Rückkehr der Taliban für die afghanische Bevölkerung? Welcher Zukunft sehen die Frauen des Landes entgegen? 100 Tage nach der Machtübernahme reist SPIEGEL-Bestsellerautorin Natalie Amiri nach Afghanistan. Mit ihrem Buch verleiht sie Afghaninnen und Afghanen eine Stimme. »Natalie Amiri ist nicht nur Journalistin: Sie ist eine empathische Zuhörerin, eine anteilnehmende Beobachterin. Sie erstattet Bericht für Menschen, die genau dies nicht tun können, ohne dabei ihr Leben aufs Spiel zu setzen. So entsteht ein viel umfassenderes Bild von Afghanistan, als es jede News-Meldung je vermitteln könnte.«

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    • Nino Haratischwili: Das mangelnde Licht

      Frankfurter Verlagsanstalt 2022, 825 S.

      Vorgestellt von Ilse Ludolph

      Nach der lang ersehnten Unabhängigkeit vom ins Taumeln geratenen Riesen stürzt der junge georgische Staat ins Chaos. Zwischen den feuchten Wänden und verwunschenen Holzbalkonen der Tbilisser Altstadt finden Ende der 1980er Jahre vier Mädchen zusammen: die freiheitshungrige Dina, die kluge Außenseiterin Ira, die romantische Nene, Nichte des mächtigsten Kriminellen der Stadt, und die sensible Qeto. Die erste große Liebe, die nur im Verborgenen blühen darf, die aufbrandende Gewalt in den Straßen, die Stromausfälle, das ins Land gespülte Heroin und die Gespaltenheit einer jungen Demokratie im Bürgerkrieg – allem trotzt ihre Freundschaft, bis ein unverzeihlicher Verrat und ein tragischer Tod sie schließlich doch auseinandersprengt. Erst 2019 in Brüssel, anlässlich einer großen Retrospektive mit Fotografien ihrer toten Freundin, kommt es zu einer Wiederbegegnung. Die Bilder zeigen ihre Geschichte, die zugleich die Geschichte ihres Landes ist, eine intime Rückschau, die sie zwingt, den Vorhang über der Vergangenheit zu heben und eine Vergebung scheint möglich.

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  • März
    • Julia Franck: Welten auseinander

      Einband: Gebundene Ausgabe
      Erscheinungsdatum: 13.10.2021
      Verlag: S. Fischer Verlag
      Seitenzahl: 368
      Maße (L/B/H): 20,6/13,2/3,8 cm
      Gewicht: 478 g

      Das Mädchen wird in Ostberlin geboren. Julia ist acht, als ihre Mutter sie und die Schwestern in den Westen, erst ins Notaufnahmelager Marienfelde und dann nach Schleswig-Holstein mitnimmt. In dem chaotischen Bauernhaus kann die Dreizehnjährige nicht länger bleiben und zieht aus, nach Westberlin. Neben der Sozialhilfe verdient die Schülerin Geld mit Putzen, sie lernt ihren Vater kennen und verliert ihn unmittelbar, macht ihr Abitur und begegnet Stephan, ihrer großen Liebe. Wenn sie sich erinnert, ist es Gegenwart.

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    • Monika Helfer: Löwenherz

      Monika Helfer erinnert sich an ihren Bruder Richard. Seit dem Tod der Mutter wachsen sie und ihre Schwestern getrennt vom kleinen Bruder auf. Sie sehen sich selten, verlieren die Verbindung. Es ist die Zeit des Deutschen Herbstes. Richard ist da bereits ein junger Mann, von Beruf Schriftsetzer. Er ist ein Sonderling, das Leben scheint ihm wenig wichtig. Verantwortung übernimmt er nur, wenn sie ihm angetragen wird. So auch, als ihm auf merkwürdige Weise eine verflossene Liebe ein Kind überlässt, von dem er nur den Spitznamen kennt. Die unfreiwillige Vaterrolle gibt ihm neuen Halt, zumindest für eine Zeit. Ein inniges Portrait, eine Geschichte über Fürsorge, Schuldgefühle und Familienbande.

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    • Andrea Camilleri: Das Ende des Fadens

      Andrea Camilleri: Das Ende des Fadens, Verlag Lübbe, 2022

      Das hat ihm gerade noch gefehlt: Auf Wunsch seiner Verlobten Livia soll Commissario Montalbano sich für einen feierlichen Anlass einen Anzug maßschneidern lassen. Doch die allseits hochverehrte Schneiderin Elena überzeugt ihn mit Effizienz und Charme. Am nächsten Tag findet man Elena tot in ihrem Atelier, erstochen mit einer Schneiderschere. Die widersprüchlichen Aussagen mehrerer Verdächtiger abzuwägen erinnert Montalbano bald an das Entwirren eines verhedderten Wollknäuels ...

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    • Miljeko Jergovic: Der rote Jaguar

      Miljenko Jergovic: Der rote Jaguar. Verlag Schöffling 2021, 192 S.

      Auf einer traumhaften Küstenstraße kreuzen sich zwei Lebenswege auf verhängnisvolle Weise: Zoran ist ein Serbe, der keiner sein will, seiner Heimatstadt Sarajevo den Rücken gekehrt hat und inzwischen in Wien lebt. Seit er nach einem Punkkonzert der Staatssicherheit berichten musste, verfolgt ihn die Scham über seine Schwäche. Erstmals nach langer Zeit ist er mit seiner Frau in einem roten Jaguar wieder in der alten Heimat unterwegs. Der Kroate Ante Gavran dagegen, der aus einfachen Verhältnissen zum General aufgestiegen ist, hält große Stücke auf sein Land. Voller Stolz verhilft er dem faschistischen Erbe der Ustascha mit Gewalt zur Geltung. Mitten in einem aufgeheizten Fußballspiel zwischen den beiden Nationen, das alle im Fernsehen verfolgen, läuft der Sohn des Generals auf die Straße. Direkt vor den Jaguar.
      Mit unbändiger Erzähllust und gewohnt kritischem Geist braust Miljenko Jergović in seinem neuen Roman in eine nahe Zukunft, in der die Geister des Nationalismus, die der Balkan rief, mithilfe von Fake News außer Rand und Band geraten sind.

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    • Emine Sevgi Özdamar: Ein von Schatten begrenzter Raum

      Verlag Suhrkamp 2021, 763 S.


      Nach dem Putsch 1971 hält das Militär nicht nur das Leben, sondern auch die Träume der Menschen in der Türkei gefangen. Künstlerinnen und Künstler, Linke, Intellektuelle fürchten um ihre Existenz; auch die Erzählerin, die aus Istanbul übers Meer nach Europa flieht. Im Gepäck: der Wunsch, Schauspielerin zu werden, und das unbedingte Verlangen, den so jäh gekappten kulturellen Reichtum ihres Landes andernorts bekannt zu machen und lebendig zu halten, ohne sich im »Tiergarten der Sprachen« auf die bloße Herkunft beschränken zu lassen. Und dort, inmitten des geteilten Berlin, auf den Boulevards von Paris, im Zwiegespräch mit bewunderten Dichtern und Denkern, findet sie sich schließlich wieder in der »Pause der Hölle«, in der Kunst, Politik und Leben uneingeschränkt vereinbar scheinen.

      Emine Sevgi Özdamars neuer Roman ist das vielstimmige Loblied auf ein Nachkriegseuropa, in dem es für kurze Zeit möglich schien, allein mit den Mitteln der Poesie Grenzen einzureißen. Er ist der sehnsuchtsvolle Nachruf auf die Freunde, Künstler, Bekanntschaften, die sie auf ihrem Weg begleiteten. Vor allem aber ist er die wortgewaltige Eröffnung eines Raums zwischen Bedrohung und Geborgenheit, eines von Schatten begrenzten Raums.

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    • Mixim Leo: Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße

      Verlag Kiepenhauer & Witsch 2022, 304 S.

      Plötzlich ein Held.

      SPIEGEL-Bestseller-Autor Maxim Leo erzählt von einem erfolglosen Berliner Videothekenbesitzer, der ungewollt zum Helden wird. Ein Mann, der den ungewohnten Ruhm genießt, bis die Liebe ins Spiel kommt und er sich entscheiden muss. Eine rasante, anrührende und ungemein vergnügliche Hochstaplergeschichte.

      Im September 2019 bekommt Michael Hartung Besuch von einem Journalisten. Der recherchiert über eine spektakuläre Massenflucht aus der DDR, bei der 127 Menschen in einem S-Bahnzug am Bahnhof Friedrichstraße in den Westen gelangten. Der Journalist hat Stasiakten entdeckt, aus denen hervorgeht, dass Hartung, der früher als Stellwerksmeister am Bahnhof Friedrichstraße gearbeitet hatte, die Flucht eingefädelt haben soll. Hartung dementiert zunächst, ist aber nach Zahlung eines ordentlichen Honorars und ein paar Bieren bereit, die Geschichte zu bestätigen. Schließlich war er noch nie bedeutend, noch nie ein Held, und wenn es nun mal so in den Akten steht …

      Nur wenig später reißen sich die Medien um ihn, Hartung wird vom Bundespräsidenten empfangen, seine Geschichte soll Vorlage für ein Buch und einen Kinofilm werden. Hartungs Leben fühlt sich plötzlich traumhaft und leicht an.

      Doch dann trifft er Paula, sie war als Kind in jenem S-Bahnzug, der in den Westen umgeleitet wurde. Die beiden verlieben sich – und Hartung spürt, dass er einen Ausweg aus dem Dickicht der Lügen finden muss. Obwohl es dafür eigentlich schon zu spät ist.

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  • Februar
    • Angeles Donáte: Der schönste Grund, Briefe zu schreiben

      Angeles Donáte: Der schönste Grund, Briefe zu schreiben. Knaur Tb 2017. 384 S.

      Eine Kette von Briefen soll verhindern, dass die Briefträgerin Sara aus dem spanischen Porvenir ihren Job verliert und das Dorf kein Postamt mehr hat. Wildfremde schreiben plötzlich Briefe, was nicht nur ihr eigenes Leben, sondern auch das der meist willkürlich ausgewählten Empfänger verändert.

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    • Im Kopf von Sherlock Holmes: Das Rätsel der skanalösen Eintrittskarte

      Erschienen bei Splitter 2021, 96 S.

      Alles ist gut in London, und das bedeutet, dass für den größten Detektiv aller Zeiten nichts gut ist – Sherlock Holmes langweilt sich zu Tode. Da erlöst ihn ein Klopfen an der Tür von seiner Qual: Dr. Fowler, ein Kollege Watsons, steht dort in Begleitung eines Officers, der ihn in der Nacht zuvor aufgegriffen hat, als Fowler, gekleidet in ein Nachthemd und mit einem Damenslipper an den Füßen, vollkommen verwirrt im East End umherirrte. Fowler kann sich an nichts erinnern, und Scotland Yard ist ratlos. Einzig ein seltsames Ticket für eine Theateraufführung am Vorabend, das sich bei Fowler anfindet, bietet einen Ansatzpunkt für die Ermittlungen…

      Treten Sie ein in den Geist des größten kriminalistischen Genies der Literaturgeschichte! Ein brandneuer Fall für Sherlock Holmes, den wir Leser nicht nur durch dessen Augen, sondern dank der brillanten künstlerischen Umsetzung von Benoit Dahan direkt aus seinem Gedankenpalast heraus verfolgen dürfen. Ein völlig neues Spiel beginnt!

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    • Uwe Wittstock: Februar 33. Der Winter der Literatur

      Uwe Wittstock: Februar 33. Der Winter der Literatur. Beck 2021, 288 S.


      "Februar 33" ist ein spannend erzählter Tatsachenbericht über deutsche Schriftsteller von Rang und Namen, für die Deutschland schon wenige Tage nach der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler, am 30. Januar 1933, zu einem fremden Land und zu einem lebensgefährlichen Aufenthalt wurde.

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    • Heinrich Steinfest: Amsterdamer Novelle

      Heinrich Steinfest: Amsterdamer Novelle. Piper 2021. 112 S


      Auf einem Foto ist der Kölner Roy Paulsen in Amsterdam zu sehen, wo er aber nie war. Er ist verwirrt, macht sich auf die Suche nach dem Haus in Amsterdam. Er findet es und gerät in eine tödliche Auseinandersetzung.

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    • Elif Shafak: Das Flüstern der Feigenbäume

      Elif Shafak: Das Flüstern der Feigenbäume. Kein & Aber 2021. 495 S.

      Eine Zeit- und Liebesgeschichte von der geteilten Insel Zypern, auf der Griechen und Türken, die seit Jahrhunderten zusammen gelebt haben, plötzlich durch eine Mauer getrennt sind. Der Feigenbaum, der die Geschichte erlebt, wird in die Geschichte eingebunden.

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    • Albert Vigoleis: Die Insel des zweiten Gesichts

      Albert Vigoleis Thelen: Die Insel des zweiten Gesichts. List Tb. 2005 7. Auflage 2021 943 S.


      Albert Vigoleis Thelens herrlich barockes Hauptwerk über Schmuggler und Huren, Künstler und Bettler, zweifelhafte Emigranten und falsche Gentlemen: Mit schier unerschöpflicher Fabulierlust erzählt er von den Abenteuern seiner Helden Vigoleis und Beatrice im Mallorca der dreißiger Jahre.

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    • Marente de Moor: Phon

      'Phon' von Marente de Moor

      Nadja lebt seit knapp 30 Jahren mit ihrem Mann Lew in der Einsamkeit der westrussischen Wälder. Unverholen erzählt sie ihre verhängnisvolle Geschichte. Doch kann man ihr trauen? 'Phon' ist ein flirrendes psychologisches Verwirrspiel. So sinnlich wie subtil dringt es in die dunklen Seiten der Natur des Menschen.

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    • Andrej Kurkow: Der wahrhaftige Volkskontrolleur
      Der wahrhaftige Volkskontrolleur' von Andrej Kurkow

      Es ist unglaublich, was Pawel Dobrynin erlebt, nachdem er unerwartet zum „Volkskontrolleur auf Lebenszeit für die ganze Sowjetunion“ gewählt wird. Auf seiner Reise durch die Sowjetunion begleitet ihn eine Vielzahl von schillernden Figuren: darunter der geheimnisvolle Kremlträumer, der Gedichte vortragende Papagei Kusma und ein Engel, der aus dem Paradies desertiert ist. Der Engel ist auf der Suche nach einem Gerechten, um mit ihm gemeinsam ins Paradies zurückzukehren, denn bislang ist noch kein einziger Sowjetbürger dort eingegangen …

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    • Ewald Arenz: Der große Sommer
      Ewald Arenz: Der große Sommer. DuMont 2021 320 S.


      Ein Sommer in den 1970er-Jahren: Friedrich muss die Ferien über bei seinem strengen Großvater auf eine Nachprüfung lernen. Bei einem nächtlichen Freibadbesuch lernt er Beate kennen und verliebt sich in sie. Zusammen mit seiner Schwester und seinem Freund erleben sie einen unvergesslichen Sommer.

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  • Januar
    • Edgar Selge: Hast du uns endlich gefunden

      Der Schauspieler erzählt in kleinen Kapiteln von seiner Kindheit, die stark von der Figur des Vaters geprägt ist, der die Stellung als Gefängnisdirektor bekleidet.

       

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    • Natascha Wodin: Nastjas Tränen

      Nach dem Zusammenbruch des Sowjetreichs konnte Nastja in dem wirtschaftlichen Chaos nicht überleben. Sie landet in Berlin und hat ein hartes Leben als Putzfrau und als ihr Visum abgelaufen ist, in der Illegalität. Aber eine neue Heimat findet sie nicht.

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    • Ambrose Parry: Die Tinktur des Todes

       

      Edinburgh, 1847: Als Medizinstudent Raven die Hure Evie ermordet auffindet, schwört er, den Fall aufzuklären; weitere Frauenleichen werden gefunden. An seinem Arbeitsplatz bei dem Geburtshelfer Dr. Simpson bringen ihn Betäubungsmittel auf die Spur - und zu Sarah ... Die Morde von Edinburgh, Teil 1.

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    • Richard Osman: Der Donnerstagsmordclub

      Joyce, Elizabeth, Ron und Ibrahim: Die vier pfiffigen Senior*innen haben eine analytische Vergangenheit und treffen sich jeden Donnerstag im Puzzlezimmer ihrer Seniorenresidenz, um ungelöste Kriminalfälle zu knacken. Doch dann bekommen sie einen Mord frei Haus geliefert. Die Mordclub-Serie, Band 1.

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    • Andrej Kurkow: Graue Bienen

      Der Bienenzüchter Sergej lebt im Donbass, wo ukrainische Kämpfer und prorussische Separatisten Tag für Tag aufeinander schießen. Er überlebt nach dem Motto: Nichts hören, nichts sehen – sich raushalten. Ihn interessiert nur das Wohlergehen seiner Bienen. Denn während der Mensch für Zerstörung sorgt, herrscht bei ihnen eine weise Ordnung und wunderbare Produktivität. Eines Frühlings bricht er auf: Er will die Bienen in eine Gegend bringen, wo sie wieder in Ruhe Nektar sammeln können.

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    • James Gould-Bourn: Pandatage

      Lustiger und zu Herzen gehender als alles, was Sie bisher gelesen haben. Danny Malooley hat es schwer. Ein Glückspilz war er noch nie, aber seitdem seine Frau vor etwas mehr als einem Jahr bei einem Unfall ums Leben gekommen ist, läuft gar nichts mehr glatt. Sein kleiner Sohn Will hat aufgehört zu sprechen, Danny verliert den Job, und als ihm auch noch sein Vermieter mit Rausschmiss droht, kauft er von seinem letzten Geld ein Pandakostüm, um als Tanzbär Geld zu verdienen. Doch tanzen kann er leider auch nicht ... Ein Panda steht für Frieden und Freundschaft, aber so weit denkt Danny nicht. Das Kostüm ist ein Ladenhüter und billig, deshalb muss es als Verkleidung herhalten. Ein neuer Straßenkünstler ist geboren. Anfangs macht sich Danny vor allen Dingen lächerlich, aber als sich die Pole-Tänzerin Krystal seiner erbarmt und ihm Tanznachhilfe gibt, klingelt die Kasse so leidlich. Als Pandabär verkleidet beobachtet Danny eines Tages, wie sein kleiner Sohn Will von anderen Jungen schikaniert wird, und schreitet ein. Will fasst Vertrauen in den vermeintlich fremden Panda. Und er spricht. Ein Roman voller Situationskomik, der rührend und saukomisch zugleich eine der liebenswertesten Vater-Sohn-Beziehungen in der Literatur beschreibt. Wer "About a Boy" mochte, wird dieses Buch lieben.

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    • Delia Owens: Der Gesang der Flusskrebse

      Kya lebt isoliert im Marschland von North Carolina und wird von den Stadtbewohnern als Marschmädchen bezeichnet. Als junge Frau verliebt sie sich in den attraktiven Chase, der dann aber nicht sie, sondern eine andere Frau heiratet. Ende Oktober 1969 wird die Leiche von Chase im Sumpf gefunden.

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