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Monatsbuch im Monat 11/2023
Autorin/Autor: Friedrich Christian Delius
Einband: Gebundene Ausgabe
Verlag: Rowohlt Berlin
Seitenzahl: 320
Erscheinungsjahr:
Auflage: 1.
Vorgestellt von Marie-Luise Lindenlaub
Friedrich Christian Delius ist in diesem Jahr in seinem 80. Lebensjahr gestorben. Korbach war ein Stück Heimat für ihn. Sein Vater war Pfarrer an der Nikolaikirche, F.C. besuchte die letzten Jahre bis zum Abitur die Alte Landesschule. Er gehört zu den klügsten zeitgenössischen Schriftstellern, brachte sich politisch und gesellschaftspolitisch mit deutlichen Worten ein. 2011 erhielt er den bedeutendsten Literaturpreis im deutschen Sprachraum, den „Büchner-Preis“. Seine Perspektiven waren immer originell. So erzählt er in „Der Sonntag, an dem ich Weltmeister wurde“ (1994) aus der Perspektive eines 11jährigen Jungen, der er damals war. In „Bildnis der Mutter als junge Frau“ (2006) begleitet er seine Mutter durch Rom im Jahr 1943 als Ungeborener. Zu dieser Zeit war sein Vater Pfarrer dort. Die Auseinandersetzung mit der Kirche setzte er bis ins hohe Alter fort in seinen Erzählungen „Die linke Hand des Papstes“ (2013) und „Warum Luther die Reformation versemmelt hat“ (2017). Doch er war auch Kapitalismus-Kritiker. „Unsere Siemens-Welt“ (1972), „Adenauerplatz“ (1984), „Mogadischu Fensterplatz“ (1987), „Wenn die Chinesen Rügen kaufen, dann denkt an mich“ (2019) sind nur einige Beispiele.|
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