Abschied(e)
AutorIn: Julian Barnes
Erscheinungsjahr: 2026
Einband: Gebundene Ausgabe
Verlag: Kiepenhauser & Witsch
Seitenzahl: 256
Julian Barnes ist einer der erfolgreichsten Autoren unserer Zeit.
Sein Arzt teilte ihm mit, dass er unheilbar am Blutkrebs erkrankt ist; dass er an dieser Krankheit voraussichtlich nicht sterben wird, aber er kann lernen, mit ihr zu leben.
Dieses vorliegende Buch soll nun sein letztes sein. Es ist kein Roman. Es ist eine Art Gespräch mit seinen LeserInnen.
Da sind vor allem die Erinnerungen und die Liebe, ein skeptischer Blick auf die eigene Biografie.
Zu Beginn beschäftigt sich Barnes mit dem großen IAM (oder I am). Was hat das Gehirn gespeichert, sind diese Erinnerungen zuverlässig und wahr?
In der Mitte des Buches gibt es eine Erzählung (Erinnerung?) von Jean und Stephen, zwei Freunden, die Barnes in jungen Jahren verkuppelt hat. Vierzig Jahre später erreichte ihn die Bitte, dieses noch einmal zu machen. Wieder gibt es kein Happyend. Nur Jimmy bleibt, der Hund von Jean, den sie Barnes „vererbt“.
Daneben schreibt er Gedanken zum Verlauf und zur Behandlung der Krankheit auf. Der Agnostiker erfährt, dass seine Einstellung zum Sterben und zum Tod nichts mit einer neu gewonnenen Reife zu tun hat, sondern ein Akzeptieren des Verfalls ist, denn schließlich mache auch an ihm „einfach das Universum seine Arbeit“.
Er habe zum Schluss keine große Verkündigung zu bieten, keine berühmten letzten Worte. Lieber zitiert er die letzten Worte von Lord Grimthorpe an seine Frau: „Uns geht die Marmelade aus“.
Der Humor ist ihm auf jeden Fall geblieben.


